Freudentränen
Meine liebe Freundin jetzt bin ich wieder allein und höre so nebenbei Radio. Und da hörte ich gerade eine kleine Notiz über Kinga Tódt, einer jungen Schriftstellerin aus Ungarn. Sie ist mir als einzige der Preisträgerinnen des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbes noch in bildlicher Erinnerung. Sie las wie auch die anderen Teilnehmerinnen aus einem ihrer Bücher vor: "OstblockMädl" und tat dies in einem ungarisch eingefärbten Deutsch. Und dabei machte sie auch kleine Gesangseinlagen und gab auch skurrile, ungewöhnliche Geräusche von sich. Ihr Text drehte sich um das Verhältnis der Ungarn mit den Österreichern/Deutschen mit den Ungarn. Im Gedächtnis geblieben ist sie mir allerdings wegen ihrer Mimik und ihres Auftretens und wegen ihrer Freudentränen bei der Übergabe des Preises.
