Freudentränen
Meine liebe Freundin jetzt bin ich wieder allein und höre so nebenbei Radio. Und da hörte ich gerade eine kleine Notiz über Kinga Tódt, einer jungen Schriftstellerin aus Ungarn. Sie ist mir als einzige der Preisträgerinnen des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbes noch in bildlicher Erinnerung. Sie las wie auch die anderen Teilnehmerinnen aus einem ihrer Bücher vor: "OstblockMädl" und tat dies in einem ungarisch eingefärbten Deutsch. Und dabei machte sie auch kleine Gesangseinlagen und gab auch skurrile, ungewöhnliche Geräusche von sich. Ihr Text drehte sich um das Verhältnis der Ungarn mit den Österreichern/Deutschen mit den Ungarn. Im Gedächtnis geblieben ist sie mir allerdings wegen ihrer Mimik und ihres Auftretens und wegen ihrer Freudentränen bei der Übergabe des Preises.
In der polnischen Bahn
Gestern Abend habe ich mir noch die Fahrkarten gekauft. Die günstigste Verbindung nach Zgorgelec mit 2x Umsteigen geht um 7.01 los.
Also auf frühes Aufstehen bereit machen.
Jasna Góra
Jetzt habe ich das andere Tschenstochau erlebt. Eine zwei Kilometer lange Prachtstraße führt von der enttäuschenden Altstadt, dort steht in der Sichtachse eine Kirche im barocken Stil, zum Heiligen Berg, Jasna Góra,
Częstochowa (Tschenstochau)
In Boronow bekam ich ein exzellentes Frühstück und der Abschied war fast ein bisschen rührend. Ja so ist das bei Privatquartieren. Und meine Gastgeberin, die währenddessen an der Nähmaschine arbeitete, sprach zunehmend besser deutsch.
Boronow
Die letzte Nacht vor Tschenstochau, dann wird auch diese meine letzte große Wanderung zu Ende sein. Ja so habe ich mir's vorgenommen. Dann bin ich in alle vier Himmelsrichtungen von zuhause aus gegangen...
