27
Juni
2010

Zwickau

Geschrieben von Siegfried | Kommentare: 0

Heut wird´s kurz, weil ich sehr lang gelaufen bin. Von Wolkenburg gings einen schönen Wald-Pfad weiter. Dabei kam ich an einem Eingang zu einem alten Stollen vorbei. Die haben ja früher Silber und andere wertvolle Metalle hier abgebaut. Auch auf kleinere Häufen im Wald wird man aufmerksam gemacht, das waren die oberen Enden der vertkalen Schächte, wo offenbar Abraum hochgeschafft worden ist, die aber auch zur Belüftug dienten. Da waren natürlich Fachausdrücke zu lesen, aber die hab ich vergessen. In Waldenburg kam ich in der Nähe der Töpferei vorbei, in der ich mit Yvonne unseren markanten Bierkrug gekauft hatte. Auf dem Weg von Waldenburg nach Glauchau gings wieder die Mulde entlang, das Tal ist allerdings weiter und nicht mehr so romantisch. Durch Glauchau suchte ich den kürzesten Weg, erst am Bahnhof entlang dann an einem Stausee. Schließlich landet man am Weg entlang der Mulde in Zwickau. Ich hatte vor gebucht und wusste deshalb wo ich schlafen könnte. Der Abendspaziergang durch Zwickau: Erst überlegte ich ob Bienenschwärme in der Stadt sind, dann kam ich drauf dass das die Geräusche der Fußballweltmeisterschaftsspiele sind. Zum Essen gibt's allerdings nach 9:00 kaum mehr was. Beim "Remarque" in der Bahnhofstr. Wurde ich allerdings vorzüglich bedient.

27
Juni
2010

Wolkenburg

Geschrieben von Siegfried | Kommentare: 0

Jetzt bin ich also wieder auf einer großen Wanderung! Wär hätte das gedacht. Heute früh um 9.00 war ich, nach Suchen meiner zweiten Socke und der Aufgabe der Suche nach dem italienischen Reisewörterbuch, durch das brusthohe Gras, auf unserem Grundstück, Richtung Göritzhain-Hohenkirchen-Rochsburg-Wolkenburg losgewandert.

5
Juni
2010

Sassnitz und die Kreidefelsen auf Rügen, Anfang Februar 2010

Geschrieben von Siegfried | Kommentare: 0

Das erste Mal in meinem Leben an der Ostsee. Und das an einem trüben Wintertag! Das Meer würde vereist sein, so hatte ich gehofft, riesige Eischollen würden sich aufwerfen, es würde knistern und krachen. Aber so war es nicht. Als ich ankam war auf der Meeresoberfläche kein Eis zu sehen und Wellen schon gar nicht. Das passte zum trüben Wetter und zu den hüfthoch verschneiten Strassen durch die nur schmale Pfade dahin führten wo ich hin wollte. Aber meine Gastgeberin versprach: Der Wind hat sich gedreht, morgen ist das Eis da! Und es war da. Und ich machte die erträumte Wanderung unter den Kreidefelsen bis zum Königstuhl.

21
März
2010

Wanderung unter den Kreidefelsen

Geschrieben von Siegfried | Kommentare: 0

von Sassnitz aus

31
Oktober
2008

Auf dem Weg nach Hause (29. Oktober)

Geschrieben von Siegfried | Kommentare: 2

Ich sitz im TGV, dem französichen Superschnellzug, in den ich heute früh in Dax eingestiegen bin.

Gestern war ich bei strömendem Regen in Lourdes und habe zum Abschluß meiner Pilgerreise die Quelle besucht, die Bernadette Soubirou auf Geheiß der Gottesmutter freigelegt hat. Viele Menschen aus aller Welt pilgern dorthin und hoffen auf Heilung, wie schon vielen geholfen worden ist.

Mich hat ein baskisches Ehepaar, das ich auf dem Camino kennen gelernt habe, eingeladen bei ihnen zu wohnen. Und so kam ich von Santiago mit dem Zug nach ... (wird nachgetragen), aß eine sehr gute baskische Gemüsesuppe und noch manch anderes mehr, trank hausgemachten Paxeran (hört, hört), schlief bis um acht und wurde mit dem Auto ins 100km entfernte Lourdes gefahren. Zweimal waren wir an der Quelle, in meiner Flasche habe ich nun l'Eau de Lourdes!

Heute wurde ich eine Stunde zum Bahnhof nach Dax gefahren und seit 9.00h ungefähr sitz ich im TGV. Mittags mußte ich in Paris umsteigen und weil auch der Bahnhof zu wechseln war: Gare Paris-Montparnasse zur Gare Paris-Est, kam ich auch noch zum Metro fahren!
Alles viel Aufregung für so ein Landei wie mich, wobei mir auch München (nennt sich ja selber gern "Millionendorf") noch recht ländlich und klein vorkommt im Vergleich zu Paris!
Allerdings habe ich von Paris nur die Unterwelt gesehen, schwer bepackt, keine Hand frei, bin auf Rolltreppen und Förderbändern gestanden und bin schließlich doch rechtzeitig im anderen Bahnhof vor dem richtigen Zug gestanden.

Paris habe ich also nur in der Bahnfahrerperspektive gesehen, da gab's hohe und sehr moderne Häuser, unzählige Gleise, Masten, ein Netz von Oberleitungen zwischen mir und dem grauen Himmel, manchmal einen weiten Durchblick, der Schönes erahnen lies, aber keinen Eifelturm, keine Kathedrale Notre Dame, keine Seine! Ein Grund weiter davon zu träumen!

Bald bin ich in München. Die Reise ist zu Ende.
Ein bißchen werde ich dann noch von Santiago schreiben, ich war einfach nicht dazu gekommen, ein bißchen von den Freunden des Weges und dann ist dieser erlebte Traum zu Ende!

Siegfried

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