Kißlegg
Kißlegg, schon ganz nah an den Bergen, aber sehen lassen haben sie sich nur ganz spärlich und kurz hinter Diepoldshofen, sonst nur Buckerl, Weiden und kleine Wälder. Sehr abwechslungsreich - und Einzelgehöfte und braune Kühe mit Kuhglocken die von überall her bimmeln, und viele Bauern mit großen Traktoren und angehängten großen Parfümflaschen, die sie mit breitem Strahl vornehmlich in meiner Nähe auf den gemähten Wiesen entleeren.
Rot an der Rot, Kißlegg und Eglofs
Es war ein schwieriger Tag heute, obwohl's nichts besonders aufregendes gab. Aber ich glaube doch, dass mir die Hitze zusetzt, obwohl ich es nicht unmittelbar so empfinde. Früh lief ich aus Altenstadt wieder raus zur Iller und weiter an der Iller nach Süden bis zu zwei malerischen Seen, an dem zwei Hobbyfischer ihre High-Tech--Angeln von ihren Feldbetten aus beobachteten.
Altenstadt
In der Zwischenzeit ist schon wieder viel - für einen Wanderer - der ich ja bin, viel passiert. Ich habe auf dem Campingplatz wunderbar geschlafen, habe nachts den Biwaksack abgezogen obwohl ich in der Nacht glücklich gedacht hatte, es hätte leicht geregnet, weils nass war - bis ich merkte, das war innerhalb des Biwaksacks. Kondenswasser von mir.
Haunsheim
Nördlingen, Demmingen, jetzt bin ich in Haunsheim bei Lauingen. Ich bin im Schwabeländle! Und Lauingen war der erste Ort auf dieser Reise in dem ich kein Quartier bekam. Der Wirt in Demmingen hat mir schon gesagt, dass es in Lauingen schwierig werden würde, weil zur Zeit an die 1500 Monteure am Kernkraftwerk arbeiteten (Revision), die alle Zimmer in der Gegend belegt hätten. Ich hatte es schon vor dem Weggehen versucht und so schon die ersten Absagen erhalten.
Oettingen
Heute war's nach den Angaben auf dem kleinen "Führerblatt" über den Weg von Nürnberg nach Kostanz von Frau Fleischer - das soll eine Dame um die 70 sein, die sich sehr um den fränkischen Jakobsweg kümmert und auch Gruppenwanderungen von z.B. Nürnberg nach Kostanz führt. So ein Programmblatt einer Wanderung 2007 habe ich von der Wirtin in Abenberg erhalten, da ist grob die Wegstrecke angegeben und auch günstige Übernachtungsmöglichkeiten in Gasthäusern. Das nutze ich jetzt, bis sich unsere Wege wieder trennen. Ich will ja nicht nach Konstanz und dann weiter nach Santiago, sondern nach Rom. Nicht dass ich am Ende noch das Abbiegen vergesse.
