Oettingen
Heute war's nach den Angaben auf dem kleinen "Führerblatt" über den Weg von Nürnberg nach Kostanz von Frau Fleischer - das soll eine Dame um die 70 sein, die sich sehr um den fränkischen Jakobsweg kümmert und auch Gruppenwanderungen von z.B. Nürnberg nach Kostanz führt. So ein Programmblatt einer Wanderung 2007 habe ich von der Wirtin in Abenberg erhalten, da ist grob die Wegstrecke angegeben und auch günstige Übernachtungsmöglichkeiten in Gasthäusern. Das nutze ich jetzt, bis sich unsere Wege wieder trennen. Ich will ja nicht nach Konstanz und dann weiter nach Santiago, sondern nach Rom. Nicht dass ich am Ende noch das Abbiegen vergesse.
Heidenheim Mittelfranken
Heut war ein Tag in dem alles vorgrkommen ist, was an einem Tag so vorkommen kann. Vom Wirt in Gräfensteinberg habe ich mir den Weg zum nächsten Ort, Brombach, weisen lassen, in dem ich hoffte wieder auf die Jakobuswegmarkierung zu treffen und da war sie auch wieder aber irgendwo im Wald verlor ich sie prompt wieder und stand schließlich hinter Oberasbach - für Vermuter, das hat ziemlich sicher nichts mit dem "Asbach-Uralt" zu tun - vor einer großen Strassenkreuzung, Kreisstrasse, Bundesstrasse und ein einsamer Wanderer. Ich entschied mich für einen Feldweg nach Süden und fand tatsächlich - aha! - nach einer kleinen Brücke über die dort sehr kleine Altmühl "Aha"! Ja das gibt´s wirklich.
Gräfensteinberg
Die nette Wirtin im Kaiserhof hat mich noch mit einem Prospekt über eine Pilgerwanderung 2008 von Nürnberg nach Konstanz versorgt, darauf sind auch günstige Übernachtungsmöglichkeiten angegeben und daraus kann ich mir nun auch ungefähr den Verlauf des mit der Jakobsmuschel gekennzeichneten Weges in meinen Plan einzeichnen. Ich will nun von Abenberg bis Kälbersteinberg gehen. Aber die dortige Wirtschaft nimmt auch bei mehrmaligen Versuchen bis in die Mittagszeit das Telefon nicht ab.
Abenberg
Heute ist ärztlich verschriebener Ruhetag. Meine Wirtin im Kaiserhof (der so heißt, nicht weil früher oder heute die Kaiser hier abgestiegen wären oder würden, sondern weil das offenbar ein ehemaliger Bauern"hof" ist, deren Eigentümer Kaiser heißen). Und die nette Wirtin hat mir ein schattiges Zimmer im alten Haus zugewiesen, das für Pilger vergesehen ist und entspchend einfach und preisgünstig ist und ich armer Pilger auf den Spuren von Thannhäuser fühle mich hier wohl und habe Zeit zum Schreiben.
Ich hab's - ein bisschen - kapiert!
Hallo, liebe Leute, Ihr seht ich lebe noch und arbeite neben meiner Wanderei an meiner Entwicklung, die Denkweise von Computerfritzen - Entschuldigung, liebe Betroffene - zu verstehen. Ich sitze in Unterreichenbach, das ist ein Vorort oder Nachbarort von Schwabach, vor einem Wirtshaus in dem auch meine Pension ist.
